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Seelhausener See: Erster Spatenstich nach 13 Jahren der Planung

von Kevin Phillipp

Investor kann starten: Erster Spatenstich nach 13 Jahren der Planung

Lang ersehnter offizieller Startschuss: Bei Nieselregen führten der langjährige Seenkoordinator Eckhard Müller, Dr. Eckbert Flämig als Vertreter des Inves­tors FHG, Bürgermeister Detlef Hoffmann und Alexander Reinsch (v. l.) von der tbs Baugesellschaft den symbolischen ersten Spatenstich am Seelhausener See durch. Foto: (Wsp) Phillipp

(Löbnitz/Wsp/kp). Eine ausgesprochen kurze Veranstaltung gab am heutigen Dienstag den offiziellen Startschuss für den Bau des Ferienresorts „Löbnitzer Bucht“ am Seelhausener See. Der symbolische erste Spatenstich fand vor überschaubarem Publikum bei Nieselregen statt. Die äußeren Rahmenbedingungen waren jedoch bestenfalls zweitrangig. Viel mehr von Bedeutung: Es konnte nun endlich losgehen. Alexander Reinsch von der tbs Baugesellschaft mbH aus Fuchshain stand mit seinen Mitarbeiter und Baggern bereits in den Startlöchern. Schließlich ist der Zeitplan eng getaktet.
Schon im Mai will der Investor, die FHG floating house aus Berlin, die ersten der insgesamt 114 geplanten Ferienlodges aufgestellt sehen. Angesetzt sind drei Bauabschnitte. 2029 soll das Ferienresort mit allen Lodges und den Dienstleistungsgebäuden am sogenannte „Marktplatz“ fertiggestellt sein. Der Baufortschritt hänge dabei auch von den Veräußerungen der kleinen Ferienhäuser ab, die künftig ausschließlich vermietet werden sollen und nicht als Wohnsitz dienen werden, wie Dr. Eckbert Flämig betonte. Der Projektentwickler aus Friedersdorf verantwortete Anfang der 2000er bereits den Bau der Bitterfelder Wasserfront an der benachbarten Goitzsche und ist künftig Geschäftsführer der Betreibergesellschaft (floatinghouse Löbnitzer Bucht GmbH, eine Tochter der FHG) mit Sitz in Löbnitz.
Bürgermeister Detlef Hoffmann (CDU) zeigte sich vor allem dankbar, dass „die Investoren so lange zur Stange gehalten haben“. Immerhin gehen die Planungen bis ins Jahr 2013 zurück. Durch jahrelanges Hin und Her mit dem Bergbausanierer LMBV sowie Verhandlungen mit den zuständigen Ämter und nicht zuletzt auch den aufkommenden Bürgerprotesten ab dem Jahr 2023, als man das Projekt noch einmal deutlich schrumpfte, war immer wieder langer Atem gefragt.
Die Löbnitzer warten dagegen noch einiges länger auf eine entsprechende touristische Entwicklung am ehemaligen Tagebau. Wie Hoffmann erinnerte, gab es schon 1995 (!) erste Überlegungen, was man mit dem gewaltigen Restloch anstellen könnte. Im Jahr 2000 begann die kontrollierte Flutung, die in zehn Jahren abgeschlossen sein sollte. Durch das Jahrhunderthochwasser 2002 wurde dieser Prozess innerhalb von 24 Stunden erledigt, was jedoch die Planungen über den Haufen schmiss.
Nun aber darf man optimistisch sein. „Was lange währt, wird gut“, sagte Flämig. In diesem Fall ist das keine abgedroschene Floskel.

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